Verregnete Gedankengänge

Also ein optimales Wetter um sich zuhause in eine warme Wolldecke einzukuscheln und von der Welt da draussen Abstand zu nehmen. Vorausgesetzt natürlich, das klappt. Bei mir hat es nicht geklappt. Eine unangenehme Verpflichtung die sich Arbeit nennt hat nach mir verlangt. Also hab ich mich wohl oder übel in das Unwetter gewagt.
Doch noch eine Wirkung neben dem unbändigen Wunsch nicht mit ihm konfrontiert zu werden hat ein solches Wetter auf mich. Es stimmt mich nachdenklich. Nicht im positiven Sinne, aber auch nicht im negativen. Völlig wertungsfrei also. Wieso das so ist? Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung.
Doch über was habe ich nun nachgedacht? Über eine ganze Menge. Und über gar nichts. Wie immer eigentlich.
Die erste Frage, die ich mir stelle, sobald ich in eine nachdenkliche Stimmung komme ist wie es mir eigentlich geht. Man kann nun denken, das sei eine selten dämliche Frage. Man weiss doch, wie es einem selber geht. Doch der philosophische Gehalt dieser Frage ist nicht zu unterschätzen.
Wie dem auch sei, meine Antwort war "gut". Ich denke wirklich, dass es mir gut geht. Die Prüfungsangst, welche mir in letzter Zeit meist unmerklich ein wenig zugesetzt hat ist nach den ersten Prüfungen grösstenteils verflogen.
Meiner Zukunft sehe ich mittlerweilen auch sehr freudig entgegen. Natürlich gibt es noch sehr viele Ungewissheiten und Probleme zu bewältigen. Und ich wäre ein Idiot wenn ich davon ausgehen würde, dass es einfach wird. Aber das ist auch gar nicht so wichtig. Ich weiss was ich will und ich weiss, dass ich es erreichen werde. Auf dem einen oder anderen Weg.
Und was noch viel wichtiger ist, ich weiss wieso ich es erreichen will und vor allem dass ich es wirklich erreichen will. Da ändern auch Murphys schlaue Sprüche nichts daran.
Doch nun sollte ich auch langsam zu den positiven Aspekten kommen. Oder habe ich bisher schon Positives aufgezählt. Ich glaube nicht ganz. Ich glaube eher, das sind Dinge, denen ich nun etwas positives abgewinnen kann. Eine ganze Menge sogar.
Folglich bleibt nicht mehr viel über die Frage des Gemütszustandes nachzudenken. Denn wie sollte der schon sein? Ich habe die beste Frau, die ich mir vorstellen könnte als Freundin. Ich habe ein klares Bild, wie ich mir meine Zukunft vorstelle. Ich bin überzeugt in ein paar Wochen mit meinem Fähigkeitszeugniss und der Berufsmatur dazustehen womit der Weg zu vielen neuen Möglichkeiten geebnet ist.
Wer unter diesen Umständen nicht fähig ist, glücklich zu sein, erstaunt mich. Damit spreche ich nicht von Stimmungsschwankungen oder schlechten Tagen. Sondern von der Grundeinstellung. Und um die zu erfahren, ist doch ein wenig Nachdenken erforderlich.
Womit ich auch schon bein der zweiten Frage wäre, die ich mir bei solchen Gelegenheiten stelle. Was kann ich tun, damit ich mich besser fühle? Und genau in dem Moment, in dem ich diese Frage hier gerade niederschreibe kommt mir die Idee für einen weiteren Blogeintrag. Aber mehr dazu in eben diesem Blogeintrag. Falls er denn zustande kommt.
Doch zurück zu der Frage. Die Tatsache, dass es mir gut geht ist noch lange kein Grund, die Frage nicht zu beantworten. Denn das Leben ist wie ein Fass ohne Deckel und Boden. So oder ähnlich hat es mal ein griechischer Philosoph ausgedrückt. Soll heissen, dass jederzeit eine Steigerung möglich ist.
Nun, ich habe auf jeden Fall vor, mich nicht auf dem momentanen Stand der Dinge zu sonnen. Ich weiss, dass ich viel vorhabe und ich werde daran arbeiten müssen um es umzusetzen. Und genau das werde ich auch tun.
Abschliessend lässt sich nur noch eines sagen:
Denkt auch ihr öfetrs mal darüber nach, wie es euch geht und was ihr daran wie ändern wollt.
Viel Spass dabei.

